Der lange Sommer der Direkten Aktionen – Urlaubsplanung 2018

Überblick Kimacamps 2018

Die Klimacamp-Saison geht dieses Jahr in Europa von Mai bis August. Mit 10 Camps in 7 Ländern gibt es 2018 viele Gelegenheit das besondere Leben auf den Camps kennen zu lernen und sich an kreativen Aktionen zu beteiligen.

Tschechien

Klimacamp: Werde die Grenze der Fossilindustrie 27.6.-1.7

Das Bündnis „Wir sind die Grenzen“ organisiert zum zweiten mal ein Klimacamp mit Anti-Braunkohle Aktionen in der Nähe einer der vielen Tagebaue oder Kraftwerke  in Tschechien
https://limityjsmemy.cz/de/

www.robinwood.de

Schweiz

Klimacamp Schweiz als Teil eines Festivals

Das Klima-Camp nimmt mit dem Aktivix-Dorf am Vollbrand-Festival in Signau teil.
Das Vollbrand-Festival ist ein revolutionäres Festival; selbstgemacht, geld-frei, ohne fossile und nukleare Energie

17.7.-23.7.
geplant sind Workshops und Aktionstrainings

ww.klima-camp.ch

Climate Games Basel 3.-13.8.

Die Climate Games 2018 stehen im Zeichen des Kampfes gegen die Nutzung fossiler Energieträger!
Es werden Massenaktion zivilen Ungehorsams im Basler Ölhafen stattfinden.
Der Basler Ölhafen spielt rund um die Nutzung fossiler Energien in der Schweiz eine zentrale Rolle. Über die «Ports of Switzerland» kommen mehr als ein Drittel des Schweizer Bedarfs an Mineralöl. Das Öl, dessen Förderung und Transport von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung begleitet ist, wird in Basel von den Öltankschiffen auf Züge und Lastwagen verladen und in der ganzen Schweiz verteilt.

www.climategames.ch

Polen

18 – 22. Juli: erstes Klimacamp

In der Nähe der Stadt Konin. In der Region gibt es mehrere Braunkohletagebaue und einen wachsenden Widerstand der Bevölkerung, der von Aktivist*innen unterstützt wird.
Workshops, auf polnisch zu lokalen Communities, Selbstorganisierung und Alternativen.

www.obozdlaklimatu.org

In Polen findet im Dezember die diesjährige UN Klimakonferenz COP 24 in Katowice statt

Deutschland

Lausitzcamp goes Leipzig

Das Lausitzcamp mit Degrowth Summer School  findet dieses Jahr im Leipziger Land in Pödelwitz im Mitteldeutschen Braunkohle Revier statt

28.7.-5.8.

Grund für diesen Ortswechsel:
Nach Plänen der MIBRAG  soll das Dorf Pödelwitz für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain abgebaggert werden.
Die MIBRAG ist Teil des Firmenkonglomerats EPH, das auch Eigentümer der Lausitzer Energie Bergbau AG (LEAG) ist. Für den Profit des Konzerns werden sowohl in der Lausitz als auch im Mitteldeutschen Revier ganze Dörfer vernichtet, Landstriche zerstört und der Klimawandel immer weiter angeheizt.
Deshalb unterstützt das Lausitzcamp in diesem Jahr das Klimacamp Leipziger Land, um auch im dritten deutschen Braunkohlerevier ein Klimacamp zu etablieren

www.klimacamp-leipzigerland.de

Klimacamp im Rheinland (mit Strategiekonferenz)

13.-19. 8.

Nach einer rasant gestiegenden Teilnehmer*inen Zahl in den letzten Jahre, soll das diesjährige Klimacamp im Rheinland wieder kleiner werden – mit einem Fokus auf Vernetzung, Austausch und längerfristigen Strategiedebatten

www.klimacamp-im-rheinland.de

Camp for Future mit Fahrraddemo Tour de [Future] im Reinland

17.-26.8.

Thema ist eine zukunftsfähige Gesellschaftsgestaltung
Angesprochen sind vor allem junge Menschen ab 16 Jahren
Aktionen für Klimaschutz, für globale Gerechtigkeit und gegen Braunkohle

Workshops und Diskussionen

Fahrraddemo am 25.8. startet vom Camp aus

Die Teilnehmenden demonstrieren als Eisbären und Pinguine verkleidet gegen den Klimakiller Braunkohle, die Vernichtung wertvoller Natur- und Kulturlandschaften, Zwangsenteignung und gegen die weitere Förderung des Autoverkehrs. Mit dem emissionsfreien Fahrrad setzt sich die Tour für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Die Tour de [future] umrundet einmal den Tagebau Hambach. Die Strecke der Demonstration ist rund 50 km lang.

www.campforfuture.de

25.-29.10 Aktionstage im Rheinland

Beginn der Rodungssaison im Hambacher Forst.
Die Aktion findet auch statt, wenn die Rodungssaison abgesagt wird.
Achtet auf Aktionstrainings in eurer Stadt

ww.ende-gelaende.org

Climate & Justice Games Hannover 13.-17.11.

Aktionstage in Hannover während der EuroTier

Die Animal Climate Action (kurz AniCA) plant zeitgleich mit der EuroTier Messe in Hannover die „Climate & Justice Games“. Eingeladen sind die Klima- und die Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegung sowie weitere linke Bewegungen, in einem gemeinsamen Rahmen Aktionen gegen die Profitierenden von Ausbeutung und Unterdrückung durchzuführen. Vorbilder sind die erfolgreichen Climate Games in Amsterdam und Basel. Die EuroTier Messe ist ein zentraler Schauplatz von Handel, Management und Wissenstransfer rund um die Tierproduktion.
Kernzeitraum ab 15.11.  mit Schlafplätzen, Küfa, EA, etc.

www.animal-climate-action.org

last but not least

Niederlande

Code Rod 24.-31.8. in den Niederlanden in der Groninger Gasregion

Aktionen und Klimacamp gegen Gasextraktion in Groningen

www.code-rood.org

Anti Atom Camps

Internationales Anti Atom Camp in Südfrankreich in Narbonne

6-12.8.

Aktionen gegen die Uran-Konversionsfabrik der Firma Orano (früher als Areva bekannt) in Narbonne-Malvési.
Zu Orano (früher Areva):
Die Uran-Konversionsfabrik Narbonne-Malvési (3 km entfernt von der Innenstadt Narbonnes) soll in den nächsten Jahren 21.000 Tonnen Urantetrafluorid produzieren. Zudem will sich Orano mit dem Verdampfen von flüssigem radioaktiven Müll in die Atmosphäre in einem neuen angeblich „sauberen“ Verfahren neue Wege zum Geldverdienen erschließen. Und Orano will dieses neue Verfahren an andere Firmen verkaufen bzw. lizensieren. Orano hat bereits jetzt für die nächsten 40 Jahre die Erlaubnis erhalten, radioaktive Gase aus mehr als 350.000 m³ flüssigem Atommüll in die Atmosphäre zu pusten.

Es wird noch Unterstützung gesucht mit Workshops zu Anti-Atom-Themen, Vorträgen und Diskussionsrunden und Unterstützung zur Organisation des Aktionstags

www.urantransport.de

/internationales-antiatomcamp-in-narbonne-im-sommer-2018/

Ausblick für den Herbst

Castor Transport Ahaus

zwischen 2018 bis 2036 sind 17 Castor-Transporte vom Garchinger Forschungsreaktor ins nordrhein-westfälische Zwischenlager Ahaus geplant.
Wie ein Damokles Schwert schweben seit Jahren von Atomforschung und Politik zahlreiche geplante und angekündigte Castor-Transporte über dem Atommülllager Ahaus! 2018 soll es nun konkret werden, die ersten Genehmigungen sind erteilt und Bundesumweltministerin Hendricks bestätigte am Rande der Klimakonferenz, dass die Jülicher Castoren nach Ahaus kommen und andere Optionen keine Rolle mehr spielen…
Die Castoren aus Jülich, Garching und Berlin haben es in sich: was Jülich betrifft

152 Castoren aus Jülich mit Brennelemente-Kugeln aus dem havarierten Versuchsreaktor -niemand weiß genau, was in welchen Castor ist und wie sich dieser Atommüll über Jahre hinweg entwickelt.
Irgendwann soll der Atommüll von Ahaus in die USA gebracht werden -Statt Verantwortungsübernahme heißt die Jülicher Lösung Verschieben + Exportieren!
was Garching betrifft
18 Castorbehälter aus dem Forschungsreaktor Garching mit atomwaffenfähigem Material! Immer noch zu 87,5% angereichert, so dass die Brennelemente direkt für den Bau von Atombomben verwendet werden können. Bayern hält stur an der Forschung mit hoch angereichertem Uran fest und weigert sich konsequent Verantwortung für den Atommüll zu übernehmen!
Der Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee gilt als veraltet und besonders anfällig für Flugzeugabstürze-dennoch soll bis 2019 weiterer Atommüll produziert werden, für dessen „Entsorgung“ vorerst Stellplätze in Ahaus „gebucht“ sind. Auch hier wird ein Export in die USA diskutiert.

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