Der Atommüll verschwindet blöderweise nicht einfach und einen Plan wohin mit den jahrtausende giftigen Überbleibseln aus den Atomkraftwerken gibt es auch nicht. Aktuell plant die Regierung über 150 Transporte mit hochradioaktivem Abfall von der Kernforschungsanlage Jülich nach Ahaus in die dortige Halle für hochradioaktiven Müll zu schaffen.
Jeder Transport von radioaktivem Müll ist mit hohem Risiko behaftet, denn was passiert, wenn es einen Unfall gibt? Dieser Transport soll mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet führen. Besser ist es den Atommüll an den jeweiligen Standorten so sicher wie möglich zu lagern.
Die angebliche Dringlichkeit durch eine abgelaufene Genehmigung in Jülich besteht seit 12 Jahren. In dieser Zeit wäre die Errichtung einer Lagerhalle kein Problem gewesen.
2036 läuft die Betriebsgenehmigung für das Zwischenhlager in Ahaus aus, der Müll kann also auch dort nicht lange bleiben.
Fahrt zur Demo am 18.01-2026 nach Ahaus, stellt euch gegen Atomtransporte, die das Problem nur verschieben anstelle es zu lösen!
Für die Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!
Update 13.1.2026
| Gericht weist Klage des BUND ab – Castoren aus Jülich können rollen |
| Das Verwaltungsgericht Berlin hat am heutigen Freitag den Antrag des Landesverbands NRW der Umweltorganisation BUND abgelehnt, die Castortransporte aus dem Zwischenlager Jülich in das Zwischenlager Ahaus zu stoppen. Laut des Gerichts sei der Antrag „bereits aus formellen Gründen unzulässig“ gewesen. Der Antragsteller als Verband sei „nicht antragsbefugt“ und könne damit „die Genehmigung gerichtlich nicht angreifen“. Aber auch inhaltlich hatte der BUND keinen Erfolg: Die kritisierte Risikobewertung des Transportes liege vorrangig in der Verantwortung der Sicherheitsbehörden. Das Gericht könne daher nur überprüfen, ob die Datenbasis dafür ausreichend sei und dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik Rechnung, heißt es vom Gericht. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung der Transporte seien somit gegeben, schreibt das BASE. Das „öffentliche Interesse, der komplexe Planungsprozess sowie die erheblichen finanziellen Aufwendungen der öffentlichen Hand“ würden „den sofortigen Vollzug der Transporte rechtfertigen“. Wann der erste Transport startet, ist aktuell nicht bekannt. Der logistische Aufwand für die geplanten 152 CASTOR-Transporte ist enorm: es stehen nur vier Transportfahrzeuge zur Verfügung, die je einen Behälter aufnehmen können. Realistisch ist, dass jeweils zwei oder drei Fahrzeuge beladen auf die Strecke gehen und ein viertes als Ersatz ohne Atommüll den Transport begleitet. Dies wiederum würde bedeuten, dass es sich um 50 bis 75 einzeln durchzuführende Transportaktionen handeln würde! Der Gang vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg als nächste Klageinstanz ist möglich – erneut eine aufschiebende Wirkung zu erzwingen, allerdings nicht mehr. Anti-Atom-Initiativen reagieren mit Protest Am Sonntag den 18. Januar findet ab 14.00 Uhr in Ahaus am Rathaus eine nächste Aktion statt. Am 24. Januar ist eine Demo auf dem Autobahn-Rasthof Bottrop – eine der möglichen Transportrouten führt dort entlang – geplant. aktuelle Infos: https://castor-stoppen.de/ticker/ |
| Weiterer Castortransport im Frühjahr mit Ziel Brokdorf |
| Zusätzlich zu dieser wahnsinnigen Anzahl an Straßentransporten rechnen Anti-Atom-Initiativen im Frühjahr mit sieben CASTOR-Behältern aus Sellafield (GB) in eine Halle am AKW Brokdorf. Für diesen Transport, der per Schiff, Bahn und LKW erfolgen muss, ist jedoch bisher keine Transportgenehmigung erteilt. Die bisherigen Transporte aus Sellafield sind in Nordenham umgeschlagen worden. Weil eine “Kalthantierung” für diese Umladung des Atommülls vom Schiff auf die Schienenwaggons vorgeschrieben ist, gehen wir aktuell davon aus, dass Nordham wieder Umladehafen wird. Wenn “ihr” Informationen habt, dass diese “Kalthantierung” in einem anderen Hafen stattgefunden hat, meldet uns diese gerne. |